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Domäne Wachau

Die Domäne Wachau ist der wichtigste Erzeuger in der gleichnamigen Weinbauregion in Niederösterreich. Die Terrassen-Lagen vis-à-vis der Donau sind wunderbar gepflegt, der nachhaltige Umgang mit der Natur ist vorbildlich, die Aufrechterhaltung langer Traditionen ist eine Selbstverständlichkeit. Somit ist man freilich viel mehr als nur ein Weingut - die Domäne Wachau ist ein Teil des österreichischen Kulturerbes.

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Domäne Wachau Weingut
Domäne Wachau Winzer

Quick Info

  • Österreich
  • Niederösterreich
  • Grüner Veltliner, Riesling

Vinaria Weinguide
"Absoluter Spitzenbetrieb. Weingutsleiter Roman Horvath und Kellermeister Heinz Frischengruber haben in den letzten Jahren Beachtliches geleistet, was die Qualität dieser auch international renommierten Genossenschaft angeht."

Falstaff
"Erzeuger von sehr hoher Qualität, bringt kontinuierlich Weine hervor, die in ihrer Gattung zu den besten des Landes gezählt werden. In den Wachauer Terrassen bläst seit einigen Jahren ein stürmischer Wind. Seit Weingutsleiter und Master of Wine Roman Horvath und Kellermeister Heinz Frischengruber die Geschicke der Domäne Wachau lenken, hat das Weingut und seine Winzer-Familien eine kaum gekannte Dynamik erfasst."

Robert Parker's Wine Advocate
"Roman Horvath and Heinz Frischengruber have in recent vintages brought back (the Domane) to habits of excellence." - David Schildknecht

Domäne Wachau

Das Weingut Domäne Wachau verfolgt als Winzergenossenschaft seit über einem Jahrzehnt einen kompromisslosen Qualitätsweg, den es erfolgreich sowohl beim Anbau der Trauben, der Pflege der Rebflächen sowie der Arbeit im Keller beschreitet. Auf wenigen Kilometern zwischen Krems und Melk entstehen hier beeindruckend präzise und klare Weine, die bereits zur Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrages 1955 ausgeschenkt wurden.

Die Wachau ist das bekannteste und renommierteste Weinanbaugebiet Österreichs und seit 2001 sogar Unesco-Weltkulturerbe. Diese Würdigung der Winzerarbeit zeigt sich auch in den Auszeichnungen: das österreichische Wein- und Gourmetjournal Falstaff verlieh der Domäne Wachau vier Sterne als "Erzeuger von sehr hoher Qualität". Selten werden Weine der Domäne von Falstaff mit weniger als 90-95 Punkten bedacht. Der renommierte österreichische Vinaria-Weinguide vergibt in seiner Ausgabe 2019/20 ebenfalls vier Kronen für einen "absoluten Spitzenbetrieb". Der Weinführer Der Kleine Johnson titelt 2020, die Domäne Wachau sei "die beste österreichische Genossenschaft mit einem beeindruckenden Portfolio an Einzellagen" und vergibt drei bis vier Sterne für das Weingut. Der internationale Wettbewerb für Weingüter World's Best Vineyards kürt die Domäne im Jahr 2020 zum besten Weingut in Europa und zum drittbesten der Welt!

Die Domäne Wachau liegt in der kleinen Mittelalterstadt Dürnstein, direkt am Nordufer der Donau in der Natur- und Kulturlandschaft Wachau. In nur 6 Kilometer Entfernung liegt die Stadt Krems, knapp 25 Kilometer südöstlich befindet sich St. Pölten, das für seinen Kirchen- und Weinbau berühmt ist. Die Hauptstadt Wien ist wiederum nach 70 Kilometer im Südosten zu erreichen. Auf 440 Hektar Rebfläche stehen hier etwa 30 Prozent der gesamten Weinberge der Region Wachau mit den Lagen Achleiten, Bruck, Hochrain, Kellerberg, Kollmitz, Loibenberg, Singerriedel und Tausendeimerberg (Burgberg).

Die Genossenschaft kann als einziges Gut Weine aus allen Spitzenlagen der Wachau anbieten. Zwei Drittel der Weingärten befinden sich auf steilen Terrassenlagen, daher überwiegt hier die Handarbeit. Die Böden sind karg und steinig, es regnet oft, kühle Winde aus dem Waldviertel wehen über die Pflanzen hinweg. Die Böden sind geprägt von sandigem Orthogneis, Feldspat, Quarz, Glimmer und einer Lössauflage. Die Reben stehen auf dem Sockel eines uralten Gebirges, das den Wachauer Weinen ihre mineralische Note verleiht.

Dass dennoch alles so gut gedeiht, liegt an besonderen Mikroklimata, die in südlich exponierten Hangmulden unter pannonischem Klimaeinfluss entstehen. So abweisend die Urgesteinsböden sein mögen, sie ermöglichen den Pflanzen tief zu wurzeln und Mineralstoffe aus der Tiefe der Erde aufzunehmen. Dank der Porosität des Gesteins ist ausserdem eine schnelle Erwärmung und der Wasserabzug nach Regenschauern gewährleistet.

Hier wachsen überwiegend weisse Rebsorten, allen voran die autochthone österreichische weisse Leitsorte Grüner Veltliner, die etwa zur Hälfte die Wachauer Rebberge bedeckt. Gefolgt vom Riesling, der in keiner Region Österreichs so stark vertreten ist wie auf den Weinbergen der Wachau. Bei den roten Rebsorten sind Blauer Zweigelt sowie Pinot Noir vertreten. Die seit 1997 durchgesetzte Qualitätsrichtlinie "Wachau 2010" hat wiederum nicht nur zu einem besseren Verständnis von geologischen und klimatischen Bedingungen geführt.

Zusätzlich wurden die Winzer der Genossenschaft mit einem Bonus-System zur selektiven Ernte von Hand motiviert, die dezentral gelegenen Presshäuser mit Computertechnik versehen und die Anlagen verbessert, so dass auch geringe Mengen ausgewählter Lagen vinifiziert werden können. Diese Technologien erlauben es, die Trauben nach Rebsorte, Rebberg und Reifegrad zu trennen, um optimale Qualität beim Keltern zu erreichen. Die Trauben werden zudem erst im Oktober, teilweise sogar erst im November gelesen, denn nur voll ausgereifte Früchte ergeben komplexe Weine mit dem gewissen Extra an Finesse und Eleganz. Anschliessend werden sie in pneumatischen Tankpressen zerkleinert und mit Reinzuchthefen behandelt. Der Ausbau erfolgt in Edelstahltanks, wobei frisch-fruchtige Weissweine und Rotweine mit Struktur das Ziel sind.

Nicht zuletzt gründet sich die Qualität der Domäne Wachau auch auf den strengen Grundsätzen der Vinea Wachau Nobilis Districtus, bei der man Mitglied ist. Die drei Wachauer Wein-Kategorien Steinfeder, Federspiel und Smaragd dürfen so beispielsweise nur aus Trauben gekeltert werden, die im Weinbaugebiet Wachau wachsen, der Ankauf von anderen Trauben ist untersagt. Die Anreicherung des Mostes ist verboten, dies gilt ebenso für künstliche Konzentration und Aromatisierung (beispielsweise durch Barriqueeinsatz oder Holzchips). Mit dem Ziel eines naturbelassenen Weines in Flaschenabfüllung werden auch viele Verfahren abgelehnt, die durchaus vom Weingesetz erlaubt sind.

Zuständig sind dafür neben den Hunderten von Genossenschafts-Winzern der Geschäftsführer Roman Horvath und sein Kellermeister Heinz Frischengruber. Letzterer ist gebürtiger Wachauer und daher eng mit der Region und ihren Weinbergen verbunden. Der studierte Önologe Frischengruber, der auch in Hochschule Geisenheim im Rheingau gelernt hat, kam nach vielen Reisen 2005 zurück in die Wachau. Im selben Jahr wurde Horvath Chef der Freie Weingärtner Wachau (dies war der bis 2008 genutzte Name der Domäne Wachau).

2009 erhielt er die prestigereiche Auszeichnung Master of Wine, die bis 2012 nur noch zwei weitere Österreicher erhielten (Josef Schuller und Andreas Wickhoff). Horvath steht damit in einer Reihe mit der renommierten Weinjournalistin Jancis Robinson. Horvath und Frischengruber haben zusammen die stringente Qualitätsphilosophie der Weinregion umgesetzt - Horvath den kaufmännischen Teil, Frischengruber die Mitgliederbetreuung - deren Erfolg auf Schulungen, Wissenstransfer sowie intensiver, persönlicher Begleitung beruht. "Es gibt nichts Schöneres, als wenn du eine Heimat herzeigen kannst und die Leute sind begeistert", so schwärmt Heinz Frischengruber über das Weingut.