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Österreich

Österreich verfügt über ein sehr hohes Qualitätsniveau in Sachen Weinbau, aber dies war nicht immer so, denn ein Wein-Skandal hatte Mitte der 80er Jahre das Image des österreichischen Weins beträchtlich ramponiert. Doch bisweilen sind Krisen äußerst heilsam und mit einem der schärfsten Weingesetze der Welt gelang dem Weinbau made in Austria die komplette Wende. Weinbau wird in Österreich schätzungsweise schon seit 5.000 Jahren betrieben.

Österreich
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Neumayer Grüner Veltliner 'Der Wein vom Stein' Traisental 2016
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Ludwig Neumayer
Weisswein • Österreich • Niederösterreich
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Jurtschitsch Grüner Veltliner 'Grashüpfer' 2016
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Weisswein • Österreich • Niederösterreich
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Kracher Welschriesling Trockenbeerenauslese Nr. 9 'Zwischen den Seen' 2015 - 0,375 l
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Weinlaubenhof Kracher
Süsswein • Österreich • Burgenland
Domäne Wachau Grüner Veltliner Federspiel 'Loiben' 2016
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Domäne Wachau
Weisswein • Österreich • Niederösterreich
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Weisswein • Österreich • Kamptal
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Domäne Wachau Grüner Veltliner Smaragd 'Kirnberg' 2015
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Weisswein • Österreich • Niederösterreich
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Jalits Blaufränkisch Eisenberg 'Reserve Szapary' Burgenland 2015
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Rotwein • Österreich • Burgenland
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Domäne Wachau Grüner Veltliner Smaragd 'Kellerberg' 2015
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Domäne Wachau
Weisswein • Österreich • Niederösterreich

Österreich

Österreich verfügt über ein sehr hohes Qualitätsniveau in Sachen Weinbau, aber dies war nicht immer so, denn ein Wein-Skandal hatte Mitte der 80er Jahre das Image des österreichischen Weins beträchtlich ramponiert. Doch bisweilen sind Krisen äusserst heilsam und mit einem der schärfsten Weingesetze der Welt gelang dem Weinbau made in Austria die komplette Wende. Weinbau wird in Österreich schätzungsweise schon seit 5.000 Jahren betrieben. Erst seit Ende des 19. Jahrhunderts zählt Österreich aber zu den besten Weinländern der Welt. In Klosterneuburg wurde 1860 eine der ersten Weinbauschulen der Welt gegründet, in der Weinbauschule Krems wurden viele berühmte Weinreben gezüchtet. Weissweine aus Österreich weisen deswegen oft unter anderem Zweigelt und Müller-Thurgau vor. 1985 fand man heraus, dass viele Winzer und Genossenschaften ihren Wein mit verbotenen Zusätzen versehen hatten. Dadurch sollten die Weine fülliger, körperreicher und süsser erscheinen. Die Aufdeckung verursachte einen grossen Skandal und herben Absatzrückgang. Ein Jahr später wurde ein reformiertes und sehr strenges Weingesetz erlassen.

Klassifizierungen in Österreich

Das österreichische Klassifizierungssystem ist vergleichbar mit den deutschen Klassifizierungen, 2009 wurde in Österreich jedoch eine neue EU-Weinmarktordnung erlassen. In diesem Weingesetz werden die Qualitätsstufen sowie deren Farbe, Geruch, Alkoholgehalt, Herkunft der Trauben, Ertrag und viele weitere wichtige Faktoren einheitlich für den EU-Raum geregelt. Beispielsweise wurden früher so genannte Landweine verkauft, die heute nur noch als Basisstufe Wein bezeichnet werden dürfen. Die nächsthöhere Stufe sind Weine mit geschützter geographischer Angabe, kurz g.g.A. Sie werden nach der Änderung als Landweine bezeichnet und weisen mindestens einen Restzuckergehalt von 14 °KMW (Klosterneuburger Mostwaage) auf. Auf das in Deutschland verwendete System Grad Oechsle umgerechnet sind dies 68° Oechsle. Die Trauben, die für Weine mit einer geschützten geographischen Angabe verwendet werden, müssen zu 100% aus dem jeweiligen Anbaugebiet stammen. Es dürfen nur Qualitätsreben verwendet werden. Die dritte Stufe in der österreichischen Wein-Qualitätspyramide sind Weine mit ‚geschützter Ursprungsbezeichnung‘, kurz g.U. Im Sinne der gemeinsamen Marktverordnung für Wein der EU gehören zur Kategorie‚ ‚Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung, Qualitätsweine, Prädikatsweine sowie Weine, die als DAC eingestuft werden. DAC ist die Bezeichnung für gebietsspezifische Qualitätsweine in Österreich und steht für Districtus Austriae Controllatus. Das System lehnt sich an das französische AOC-System an. Von den 16 Anbauregionen in dem kleinen Alpenstaat sind neun Regionen als DAC klassifiziert. Unter die Kategorie Qualitätsweine fallen ‚Qualitätswein‘ und ‚Kabinett‘. Prädikatsweine werden wiederum in sieben Unterstufen eingeteilt, die sich nach dem Mostgewicht richten. Das geringste Mostgewicht bei den Prädikaten hat die ‚Spätlese‘ mit 19 °KMW (94° Oe), aufsteigend gefolgt von Auslese, Eiswein, Strohwein, Beerenauslese, Ausbruch und Trockenbeerenauslese.

Regionen und Rebsorten

Das Land liefert mit seinen vier Hauptanbaugebieten Niederösterreich, Burgenland, Steiermark und Wien eine Fülle erstklassiger Weine. In Niederösterreich liegt die Wachau, die international wohl am bekannteste Region mit ihren überragenden Rieslingen und Grünen Veltlinern. Hier findet man auch das Carnuntum, das sich mit Rotweinen aus Zweigelt und Blaufränkisch (Lemberger) hervortut sowie das Weinviertel, eine weitere Hochburg des Grünen Veltliner. Das Burgenland glänzt einerseits mit kräftigen Rotweinen aus Blaufränkisch und Sankt Laurent, die durch internationale Rebsorten ergänzt werden; anderseits ist das Burgenland eine der wenigen grossen Süssweinregionen der Welt. Auch trockene Chardonnays erreichen beachtliches Niveau. Die Steiermark ist international vor allem durch den Sauvignon Blanc bekannt, der hier Weltklasse-Weine hervorbringt. Man sollte allerdings auch Muskatteller, Chardonnay, Traminer und die weissen Burgundersorten im Auge behalten, mit dem Schilcher verfügt man zudem über eine lokale Roséwein-Spezialität. Wien, die wohl einzige Grossstadt mit nennenswertem Weinbau, ist wiederum durch den ‚Gemischten Satz‘ berühmt geworden, der viele Rebsorten in einem Wein vereint und natürlich ist die Stadt auch eine Hochburg des Wein-Tourismus. Österreich ist ein Weissweinland. Zwei Drittel der gesamten Anbaufläche ist mit weissen Reben bestockt. Nur ein Drittel steht unter Rotwein-Reben. Die gesamte Anbaufläche ist 46.000 Hektar gross und liegt im Osten des Alpenstaates. 30% der Anbaufläche ist mit Grüner Veltliner bestockt. Die Rebsorte ist eine österreichische Spezialität und wächst auf 13.500 Hektar Rebfläche, zugunsten von französischen Rebsorten wie Merlot oder Sauvignon Blanc wird sie aber zunehmend gerodet. Bekannt ist Österreich für seine Spezialität ‚Gemischter Satz‘. Hier werden mehrere - fast ausschliesslich weisse - Rebsorten zusammen angebaut und gekeltert. Für den weissen Gemischten Satz kommen Grüner Veltliner, Chardonnay, Welschriesling, Riesling, Gewürztraminer sowie Grauburgunder oder Weissburgunder zum Einsatz.

Die berühmten Weingüter Österreichs

Wer die ganze Vielfalt von Rot- und Weissweinen auf Weltniveau erleben will, sollte sich für Niederösterreich den Namen Domäne Wachau merken, die bis 2008 noch „Freie Weingärtner Wachau“ hiess. Geschäftsführer Roman Horvath ist einer von lediglich drei Österreichern, die den begehrten Titel Master of Wine innehaben. Gleichzeitig lohnt ein Blick zum jungen Weingut Jurtschitsch, das mit biodynamischen Verfahren punktet sowie zum Stift Göttweig. Im Burgenland findet man nicht nur einzigartige Botrytis-Weine, sondern auch eine ganze Reihe faszinierender Winzer, wie Claus Preisinger, Weingut Nittnaus, Kracher, Prieler und Paul Achs. Aufmerksamkeit verdient auch die Gruppe Pannobile. In der wärmsten österreichischen Weinregion, der Steiermark, haben sich wiederum das Weingut Tement, Gross, Polz, Sabathi und Wohlmuth einen hervorragenden Namen erarbeitet. Im nordwestlichen Wien sind die wichtigsten Namen Cobenzl, Edlmoser, Mayer, Wieninger und Zahel.