1743 gründete Claude Moët ein Unternehmen, das Wein aus der Champagne nach Paris transportierte. Drei Jahrhunderte später ist Moët & Chandon weltweit Marktführer im Verkauf von Champagner. Die berühmteste Champagnermarke der Welt steht für Prestige, Renommée, Luxus und den glamourösen Lifestyle der Upper Class. Moët ist DAS Siegergetränk, von der Formel 1 bis zu den Filmfestspielen in Cannes.
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Robert Parker’s Wine Advocate
"Much of what I tasted reminded me of the experimental, searching spirit that defines so many of the smaller-production, artisan Champagnes being made today. As the saying goes ‘no guts no glory’ and there is plenty of both here. These wines are nothing short of magnificent." - Antonio Galloni

In der Vergangenheit gelang es Champagne Moët & Chandon nicht nur, die eigenen Weine nach Paris zu exportieren. Das Champagnerhaus stieg darüber hinaus zu königlichen Hoflieferanten der Habsburgermonarchie und der englischen Krone auf und lieferte Champagner bis in die neu gegründeten USA.
Ein bedeutender Schritt zum Champagner-Ruhm war zweifelsohne die Übernahme des ehemaligen Klosters Hautvillers, etwa 30 Kilometer südlich von Reims. Hier soll der Mönch Dom Pérignon Ende des 17. Jahrhunderts neben weiteren önologischen Innovationen das Verfahren zur Herstellung von Schaumwein entdeckt haben. 1794 kaufte ein gewisser Jean-Remy Moët das verlassene Kloster samt Rebfläche und gab seinem besten Erzeugnis – einem Jahrgangschampagner - den Namen des Mönches. Dom Pérignon ist meist eine Assemblage aus Pinot Noir und Chardonnay, allerdings kann die endgültige Komposition in jedem Jahrgang variieren: mal 60% Pinot Noir wie 1969, mal 60 % Chardonnay wie 1982.
Das Wappen der Abtei Hautvillers schmückt übrigens noch immer die Flasche der nach ihm benannten Cuvée de Prestige – Dom Pérignon, dem wohl berühmtesten Vintage-Champagner der Welt. Pérignon wird nachgesagt, die zweite Gärung entdeckt zu haben, zudem gilt er als Erfinder der Assemblage. Der Weinmönch reduzierte die Erträge der Weinberge und entwickelte den "Blanc de Noirs", einen Weisswein, der aus roten Trauben gekeltert wird. Pérignon verwendete Korken, was damals ebenfalls eine Neuheit war. Der hohe Qualitätsanspruch, den Pierre Pérignon begründete, prägt auch heute noch die Tradition des Hauses Moët & Chandon.
Seit 1987 ist Moët & Chandon Teil des Luxus-Konzerns LVMH (Moët Hennessy – Louis Vuitton S.A.), dem auch Edel-Marken wie Veuve Clicquot und Krug gehören. Die Unternehmensgruppe setzt jährlich mehr als 60 Millionen Flaschen Champagner ab und ist damit der weltweite Marktführer für Champagner. Konkret heisst dies, dass knapp ein Fünftel der weltweiten Champagner-Produktion aus dem Hause Moët & Chandon stammt.
Moët nennt rund eintausend Hektar Rebfläche in der Champagne sein Eigen. Sie verteilt sich auf etwa zweihundert Weinbaugemeinden rund um die Stadt Épernay, wo Moët einst auch gegründet wurde. Die Trauben wachsen in 200 Weinbaugemeinden in Montagne de Reims, Côte des Blancs, Vallée de la Marne, Aube und Sézanne und umfassen 700 Hektar Grand Cru-Lagen sowie 300 Hektar Premier Cru-Lagen.
Das kühle Klima im nördlichsten Anbaugebiet Frankreichs harmoniert dabei hervorragend mit den reichhaltigen Kalk- und Lehmböden, die gespeicherte Wärme an die Rebstöcke abgeben. Für eine Flasche Dom Pérignon, das Flaggschiff von Moët, legt man locker mehr als einhundert Euro auf den Tisch. Eine Besonderheit der Gegend sind unzählige Kreidekeller, die 10 bis 30 Meter unter der Erde stollenartig in die Kalkfelsen von Épernay hineinragen. Die 110 Kilometer langen Gewölbezweige des Herstellerhauses tragen sogar eigene Strassennahmen und sind das Metier von Chef de Cave Benoît Gouez. Die Bedingungen für die Reifung des Champagners sind also ideal dank önologischer Spitzenkenntnisse, konstanter Temperaturen und Luftfeuchtigkeit. Moët – ein Weingut der Superlative!






























































